Früher: Schimpf und Schande für Singles?
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Liebe früher: Vor langer Zeit galt es fast durchgehend als Schande, ungeeint durch das Leben zu gehen. Für Frauen hieß das Single-Dasein früher, dass sie wohl keinen „abgekriegt“ hat, und daher versuchten Väter ihre Töchter so bald wie möglich in eine sozial und wirtschaftlich erstrebenswerte Verbindung zu geben. Dass dabei früher nicht immer der Schmuckeste den Ausschlag erhielt, sondern der von höchstem Rang, ging leider auf Kosten von Liebe und Romantik, zwei Werten ganz unten auf der antiquierten Partnerwahl-Punkteskala. Früher galten eben andere Prinzipien. Dummerweise konnten die Frauen die Heirat mit den oft viel älteren und langweiligen Herrschaften nicht verweigern und haben mit ihnen über Jahrhundert immer wieder Nachkommen gezeugt, die bis in das letzte Jahrhundert hinein die Idee der planmäßigen Eheverbindung an die nächste Generation weiter getragen haben. Früher herrschten eben andere Sitten. |
Schamanen und Mönche - als Singlesein früher noch exotisch und heilig war
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Wenn es früher Singles aus eigenem Willen gegeben hat, so handelte es sich z. B. um Schamanen oder Wandermönche, die dieses Leben geführt haben. Bei Nonnen, Ordensbrüdern der Ordenspriester kann man nicht von Singles reden, da sie sich als Teile eines gemeinschaftlichen Ganzen betrachten. |
Singles im 21. Jahrhundert - anders als früher
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Heutzutage sieht die Situation für Singles – freiwillige und unfreiwillige – anders aus als früher. Ökonomisch und moralisch schaffen es Männer und Frauen, in unserer individualisierten Gesellschaft, über die Runden zu kommen. Im Gegensatz zu früher gibt es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes eine Zunahme an Einpersonenhaushalten – ein Indiz für Single-Lebensformen, die früher nicht die Regel waren. Das Bundesamt zeigt auf, dass das Alleinwohnverhalten bei Männern und Frauen unterschiedlich ist. Fast jeder vierte Mann zwischen 20 und 40 wohnt allein, während von den 20- bis 29jährigen Frauen nur jede fünfte Warm- und Kaltmiete auf ihre Kappe nimmt. Früher kam dieser Fall so gut wie nicht unter diesen Vorzeichen vor. Frauen leben häufiger und früher als Männer entweder in einer Partnerschaft oder Lebensgemeinschaft mit gemeinsamem Haushalt.
Mit zunehmendem Alter verändert sich diese Tendenz in Bezug auf Wohnform und Geschlechterverhältnis. Im Alter von 50-60 Jahren wohnen ca. 15% der Männer und Frauen in einem Single-Haushalt. Da die Lebenserwartung von Frauen die der Männer ab dem 60. Lebensjahr höher ist, gibt es in der Alterssparte verhältnismäßig mehr Frauen in Single-Haushalten. Unter Frauen ab 70 Jahren und älter jede zweite allein, während dies nur auf 20 % der Männer in dieser Altersgruppe zutrifft.
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Was früher anders war...
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...früher gab es keine Wahl nach Liebe
...früher gab es keine wirkungsvolle Verhütungsmethode
...früher gab es kein Viagra
...früher galt Zucht und Ordnung
...früher gab es wenig Licht
...früher konnte man im Bett nicht mehr lesen, es sei denn bei Kerzenschein
...früher lernte man wegen der geringeren Mobilität viel weniger Menschen und somit weniger potenzielle Liebes-Partner kennen
...früher gab es keine Flirts im Supermarkt, aber vielleicht geheimnisvolle Fremde, von denen wir heutzutage hunderten pro Tag begegnen |
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